Kulturgärtnerei Hohenselchow

Pinnower Straße

16306 Hohenselchow-Groß Pinnow

Der Name "Kulturgärtnerei" soll nicht nur verheißen, dass hier kulturelles Leben gedeiht und erblüht. Es soll auch an die ehemalige Gärtnerei  Hohenselchow erinnern, die hier genau 30 Jahre betrieben wurde.

 

Historie

1958 Beginn der Ausschachtung der  Fundamente für das Gewächshaus

1959 Fertigstellung des Mittelschiffs und des rechten Trakts der Gärtnerei. Unter dem Mittelschiff befand sich ein Keller mit dem Heizungskesseln.

1960 wurden Kutschen (Frühbeete) angelegt, die zur Anzucht von Sämlingen, wie z.B. Tabakpflanzen dienten. Einbau der  Heizungsrohre für die Gewächshäuser. Zur Bewässerung der Anlagen setzte man am Koppelpfuhl einen Brunnen.

1961 Aufbau eines Schuppens hinter der Gärtnerei, der als Lagerungsmöglichkeit für Heizmaterial und Betriebsmittel diente.

1963 wurde schließlich der linke Trakt des Gewächshauses errichtet. 

In den Gewächshäusern züchtete man Blumen, außerdem Gurken, Tomaten, Zichorie, Radieschen und Petersilie. Es gehörten außerdem 85 ha Ackerland zum Gärtnereibetrieb, auf dem  vor allem Spinat, Lauchzwiebeln, Gurken, Bohnen, Kohl und Buschtomaten angebaut wurden. Es wurden Blumensträuße und Kränze gebunden, die man wie die übrigen Produkte auf dem Schwedter Markt verkaufte. Die Produkte wurden jedoch nicht nur regional vermarktet, sondern bis nach Leipzig und Rostock geliefert.

    

Bis zur Auflösung der LPG nach der politischen Wende, waren zwischen 30 und 40 Arbeitskräfte im Betrieb beschäftigt. Hinzu kamen Lehrlinge und Schüler, die ihren Polytechnischen Arbeitsunterricht absolvierten, sowie polnische Gastarbeiter.

 

Zum 31.12. 1991 mit Auflösung der LPG wurde allen Mitarbeiter gekündigt. Danach gab es noch einige Jahre ein privates Blumengeschäft auf dem Grundstück. Sommer 1998 Abriss der Gewächshäuser, der Verkaufshalle und der Lagerschuppen.

 

 Das Gelände fiel in einen zehn Jährigen Dornröschenschlaf. Das Heizhaus, das Wirtschaftsgebäude und die dahinterliegende Sortierhalle verfielen.

 

2008 wurde das Gelände von Reiko Pieper gekauft und der Theatergruppe Senfkorn zur Verfügung gestellt.

Innerhalb von 6 Wochen wurde die Sortierhalle zu einem provisorischen Theater umgebaut. Die Bühne entstand. Bänke der Schwedter Freilichtbühne dienten als erste Bestuhlung. Der Bühnenvorhang des Gartzer Kinos konnte erworben werden und tut hier noch heute seine Pflicht.

Am 6.07.2008 um 17 Uhr lief mit "Pension Schöller" die erste überaus erfolgreiche Premiere in der  neuen "Kulturgärtnerei".

HEUTE ist die Kulturgärtnerei längst zur festen Spielstätte von "Senfkorn" geworden, die sich durch die vielen fleißigen Hände und die Unterstützung ihres Publikums mehr und mehr zur Kultstätte entwickelt hat.

Der Name Senfkorn wurde bewusst ausgewählt und erinnert an eine Erzählung aus der Bibel. So wie dort das Senfkorn symbolisch für großes Wachstum und Verbreitung steht, erhoffen wir uns eine starke Außenwirkung in die Region. Schon jetzt ist es uns gelungen, alljährlich Menschen auf den Weg zu bringen, um neben dem kulturellen Aspekt eine rege Kommunikation zwischen den Besuchern zu erleben. Der Genuss einer Theatervorstellung in Kombination mit dem kleinen Angebot unseres Imbiss verspricht ein Rundumwohlfühlerlebnis.

  

 Ehemalige Sortierhalle - heute Theater